FREILICHTMUSEUM BEUREN  -  Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur

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Ausstellungen im Freilichtmuseum Beuren

Ausstellungen gehören in Museen zu den ursprünglichen und direkten Vermittlungsformen von Informationen und Wissenswertem. 
Dabei kommt den Exponaten und ihrer Erklärung eine zentrale Bedeutung zu. Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren verfügt neben seiner Schausammlung in den historischen Gebäuden auch über eine umfangreiche Studiensammlung in den Magazinen. 
Diese Sammlungsgegenstände werden für die Ausstattung der historischen Gebäude und für wechselnde Ausstellungen verwendet. 

In dieser Saison können die Besucher/innen neben der Dauerausstellung in den historischen Gebäuden wieder einen Blick in einige thematische Ausstellungen werfen:

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Sonderschau
Wie der Hase zum Ei kam - Unsere Museumstiere erklären Ostersymbole

Von 1. April bis 7. April 2010


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Ausstellung
Dorf unterm Hakenkreuz
 "Nur Mütter im Vaterland?" Frauenalltag auf dem Land im Nationalsozialismus
 

Von 1. April bis 7. November 2010
in der Gärtringer Scheuer, Ratssaal Rathaus aus Häslach, Stube Wohn-Stall-Haus aus Beuren, Stube Ausgedinghaus aus Aichelau

„Dorf unterm Hakenkreuz“

Der Zweite Weltkrieg wurde durch den deutschen Überfall auf Polen ausgelöst. Aus Anlass der 70-jährigen Wiederkehr dieses Datums haben „Die Sieben im Süden“, die Arbeitsgemeinschaft der regionalen ländlichen Freilichtmuseen Baden-Württemberg, 2009 ein gemeinsames Ausstellungsprojekt gestaltet. Die Ausstellung im Freilichtmuseum Beuren ist das Ergebnis dieses gemeinsamen Forschungsprojekts mit sieben unterschiedlichen und doch aufeinander bezogenen und sich ergänzenden Ausstellungsthemen. Das Freilichtmuseum Beuren widmet sich dem Thema wegen des großen Interesses auch 2010.

Die organisierte Hitlerjugend marschiert anlässlich des Umzuges zum Erntedankfest durch Beuren.
Die Geschwister in Uniform gehören zu der jungen Generation, die für die Ziele der Nationalsozialisten vereinnahmt wurde.

Beitrag im Freilichtmuseum Beuren:

„Nur Mütter im Vaterland?“ Mädchen und Frauen im Nationalsozialismus

Frauen war die Teilnahme am politischen Leben in der Zeit des Nationalsozialismus verwehrt. Ihre Rolle sollte sich beschränken auf Heim und Familie. Weibliche „Heimatfront“, männliche „Kampffront“ lautete die ideologische Vorstellung der Rollenverteilung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Haben sich alle Frauen diesem Rollenmuster unterworfen? Wie sah der dörfliche Lebensalltag von Frauen aus? Ausgehend von Interviews mit Zeitzeuginnen der Jahrgänge 1920 bis 1930 wurden markante biographische Daten im Leben von Frauen erfragt. Die Ergebnisse spiegeln Erfahrungen in und mit dieser Zeit aus dem Blickwinkel von so genannten Volksgenossinnen wider, das heißt von Frauen, die nicht nationalsozialistischer Ausgrenzung und Verfolgung ausgesetzt waren.

Erzählt wird, wie Schulzeit und  Einbindung in die Jugendorganisationen des Nationalsozialismus erlebt wurde, wie die Zeit des Arbeitsdienstes, des Alltags in Familie und dem bäuerlichen Leben in den Kriegsjahren bewältigt wurde. Anhand von Bildern und Exponaten, die den Alltag spiegeln wird veranschaulicht, wie die Jahre zwischen 1933 und 1945 von den Frauen erlebt wurden. Frauenschicksale ehemaliger  Bewohnerinnen dreier ausgewählter Museumsgebäude dokumentieren das Leben im Nationalsozialismus hautnah. Im Ausgedinghaus aus Aichelau kann das Berufsleben einer Hebamme zur damaligen Zeit verfolgt werden. In einem Bauernhaus aus Beuren lebte eine unverheiratete Frau, die ihre Eltern pflegte. Im Vorzimmer des Rathauses aus Häslach arbeitete eine junge Frau und ersetzte die im Krieg abwesenden Männer. In der Gärtringer Scheuer ergänzen Biographien von Frauen aus der Region die Ausstellung.

bullet Weitere Informationen finden Sie in unserem Faltblatt zur Ausstellung und unter www.dorf-unterm-hakenkreuz.de.
bulletBesuchen Sie auch unsere Begleitveranstaltungen zur Ausstellung.

 


Dorf unterm Hakenkreuz. Diktatur auf dem Land im deutschen Südwesten 1933-1945
Ein Buch der sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg

Zur gemeinschaftlichen Ausstellungsreihe „Dorf unterm Hakenkreuz“ ist im Thorbecke-Verlag eine Begleitpublikation erschienen.
Die einzelnen Themenbeiträge dieses Sammelbandes zum Nationalsozialismus auf dem Dorf ergänzen und bereichern sich gegenseitig. Sie werfen Schlaglichter auch die Vielschichtigkeit und nicht selten Widersprüchlichkeit der nationalsozialistischen Diktatur, die über sechzig Jahre nach ihrem Ende immer noch Kontroversen und Debatten hervorruft.

 

Informationen:

Dorf unterm Hakenkreuz. Diktatur auf dem Land im deutschen Südwesten 1933-1945
Ein Buch der sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg
Thorbecke Verlag
ISBN 978-3-37995-8044-1
176 Seiten
Preis: 16,90 Euro

Die Begleitpublikation ist an der Museumskasse erhältlich.

Auch telefonische Bestellungen (0 70 25 / 9 11 90 - 0) oder per Mail (info@freilichtmuseum-beuren.de) sind möglich.


Vortrag von Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt "Heimat und Nationalsozialismus"
anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Dorf unterm Hakenkreuz
- Nur Mütter im Vaterland? Mädchen und Frauen im Nationalsozialismus"
im Freilichtmuseum Beuren am 20. Mai 2009
(pdf)

Dieses Projekt wird von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert

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Sonderschau
"Linsen - typisch schwäbisch?"


Von 1. April bis 7. November 2010 
im Wohn-Stall-Haus aus Beuren, Dachgeschoss

Informieren Sie sich über die Botanik und den Anbau von Linsen, lernen Sie typische 
Linsenprodukte und Linsenrezepte kennen, entdecken Sie den Nährwert dieser einmaligen Leguminosenart.

 

Linsenvielfalt auf dem „Laichinger Acker“

Auf unserem Linsenacker bauen wir Alblinsen an und stellen den Linsenanbau vor, der in Süddeutschland – insbesondere auf der Schwäbischen Alb – eine lange Tradition hat.

Die Linsenpflanzen sind zierlich, kleinwüchsig, anspruchslos und kurzlebig. Die Samen haben je nach Sorte verschiedene Farben: gelb, grün, braun oder auch rot.

Der Linsenanbau hat in Süddeutschland - insbesondere auf der Schwäbischen Alb - eine lange Tradition, da die Linsen zum Wachstum eher einen kargen, kalkhaltigen Boden brauchen.

 

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung:

Führung auf dem Zöliakieacker
Von Linsen, Erbsen und Soja
Mittwoch, 23. Juni 2010, 15 Uhr
mit Prof. Dr. Jan Sneyd, Beuren

„Linsen – typisch schwäbisch?“
2. Linsentag im Freilichtmuseum
Sonntag, 11. Juli 2010, 11 – 17 Uhr
Wissenswertes, Schmackhaftes und Erstaunliches über die Linse.

Vorführung im Wohn-Stall-Haus aus Beuren
„Linsen mit Spätzle“ – ein schwäbisches Leibgericht
Sonntag, 17. Oktober 2010, 11 – 17 Uhr
mit dem Landfrauenverein Dettingen/Teck



In Zusammenarbeit mit der „Alb-Leisa-Erzeugergemeinschaft“,
der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen,
der Universität Hohenheim und dem Berufsausbildungswerk  Esslingen.

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Sonderschau
"Spätzle – Schaben, pressen, hobeln"


Von 1. April bis 7. November 2010 
im Wohn-Stall-Haus aus Beuren, Dachgeschoss

Die Ausstellung „Spätzle – Schaben, pressen, hobeln“ widmet sich den „Spätzle“ – ihrer Herkunft und Herstellung. Ohne diese schwäbische Beilage sind Gerichte wie Linsen oder gemischter Braten in der Schwäbischen Küche undenkbar. Darüber hinaus sind Spätzle aber auch längst zum identitätsstiftenden Kultobjekt der Schwaben geworden.

Die unterschiedlichsten Techniken und verblüffendsten Werkzeuge zur Spätzlesherstellung werden vorgestellt – von Spatzenbrett und Schaber bis zu Spätzlepresse, -mühle und Knöpfleshobel.

In der Ausstellung wird außerdem die Herkunft und Entwicklung der Mehlspeise dargestellt, die ursprünglich ein Arme-Leute-Essen war.

 



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Sonderschau
"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" -
Streuobstsorten aus unserer Region
in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband der 
Obst- und Gartenbauvereine Nürtingen e.V.

Streuobst – ein Thema, das seinen festen Platz im Freilichtmuseum hat. Inmitten von Streuobstwiesen widmet das Museum diesem Lebensmittel einen dauerhaften Schwerpunkt.

Wo für den Laien die Äpfel und Birnen alle gleich aussehen, erkennen die Fachleute vom Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Esslingen e.V. eine Vielzahl feiner Unterschiede. Ein langer oder ein kurzer Stiel? Ein rundes oder ein ovales Kerngehäuse? Gelbes oder weißes Fleisch? Viele verschiedene Äpfel, Birnen und Nüsse werden eigens für diese Ausstellung zusammengetragen. Am Mostfest (10./11. Oktober 2008) können Besucher selbst mitgebrachte Sorten in der Ausstellung bestimmen lassen – wenngleich auch die Expertinnen und Experten zugeben, nicht alle etwa 3.700 existierenden Apfel- und Birnensorten zu kennen.

Besuchen Sie interessante Begleitveranstaltungen zur Ausstellung und zum Themenschwerpunkt "Streuobst" in unserem Freilichtmuseum.

Von 8. Oktober bis 17. Oktober 2010 (auch während des Mostfestes)
im Schafstall aus Schlaitdorf

 

Copyright: © 1999  Freilichtmuseum Beuren
Kontakt: info@freilichtmuseum-beuren.de