FREILICHTMUSEUM BEUREN  -  Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur

Köhlertage 2010

 

 

Köhlertage im Freilichtmuseum Beuren  

Wir lassen von Samstag, 15. Mai bis Sonntag, 30. Mai 2010 das alte Gewerbe der Köhlerei wieder aufleben. 

Einer der letzten Köhler Süddeutschlands, Georg Geiselhart aus Hayingen-Münzdorf, wird im Museum einen Meiler errichten und ihn tagsüber und auch nachts betreuen. 
Wir laden Sie dazu ein, ihm während der Öffnungszeiten des Museums über die Schulter zu schauen 
(tägl. 9.00 -18.00 Uhr außer Montag). 
Er  wird dabei über sein Handwerk und den Fortschritt des Abbrandes informieren.

Das Programm der Köhlertage (pdf)

Zur Pressemitteilung (pdf)

 

Verkauf der Holzkohle aus dem Meiler im Freilichtmuseum Beuren
Die Holzkohle aus dem Meiler ist die beste Grillkohle überhaupt - nicht zu vergleichen mit der industriell hergestellten Holzkohle aus dem Supermarkt!
Die Holzkohle aus dem Freilichtmuseum Beuren hat folgende Vorzüge:
- 100% heimisches Buchenholz
- 10 Tage im Meiler gekohlt
- reine Handarbeit
- höherer Brennwert als industriell gefertigte Holzkohle
- glüht länger als Industrie-Holzkohle
- in handlichen 4 kg-Papiersäcken verpackt
Preis: 4 kg-Sack: 5,- Euro
An der Museumskasse erhältlich - nur solange Vorrat reicht.

 

Geplanter Ablauf der Köhlertage 2010*

bulletSamstag, 15. Mai 2010
Aufbau des Meilers
Auf die Kohlplatte (6), eine 10 – 15 cm dicke Lehmschicht, wird zuerst ein Rost aus Holzstangen gelegt, damit vorhandenes und eintretendes Wasser ablaufen kann (5).
20 Raummeter Buchenholz von etwa 1 m Länge wird fast senkrecht um den Mittelpunkt der Platte gestellt – in mehreren Etagen wird so, möglichst eng, ein Kegelstumpf gebildet (4), im Zentrum wird der Quandelschacht vorerst freigelassen (1).
Nun wird alles mit Heu abgedeckt, der Tragschicht (3).
Darüber kommt ein 8 cm dicker Mantel aus Lösche, einer Mischung aus Kohleresten, Asche, Sand und Erde, diese Schicht schließt den Meiler Luftdicht ab (2).

 

bulletMittwoch, 19. MaiDer Meiler wird entzündet.
Ist der Meiler fertig errichtet, wird auf dem Füllloch ein Feuer entzündet.
Hat das Meilerholz Feuer gefangen, wird auch das Loch mit Lösche geschlossen. 
Kegelförmig von oben nach unten, von der Mitte zur Peripherie, breitet sich der Abbrand aus.

 

bullet19. – 29. Mai 2010*
Der Meiler "brennt" und wird rund um die Uhr betreut.
Der Köhler öffnet und schließt Löcher im Mantel, die so genannten Pfeifen, um den Verkohlungsprozess zu steuern.
An der Farbe des Rauches liest er ab, wie weit der Vorgang fortgeschritten ist und wo, wie viel Sauerstoffzufuhr benötigt wird oder auch Gase und Wasserdampf entweichen müssen.

 
bulletSonntag
Der Meiler wird geöffnet - die Kohle wird geerntet
*
Ist das Holz genügend verkohlt, muss der Meiler auseinandergenommen werden. Die Kohle wird nun abgelöscht.
Nach dieser sehr staubigen und hitzigen Arbeit muss die Kohle mehrere Stunden abkühlen.
Dann wird die Holzkohle in Papiersäcke verpackt ("abgesackt") und kann von Museumsbesuchern erworben werden, um schließlich auf dem heimischen Grill erneut entfacht zu werden.

* witterungsbedingt Änderungen vorbehalten

 

Rückblick:
So waren die Köhlertage 2008 im Freilichtmuseum Beuren