13. März 2017

"Kühe machen Mühe" neu im museumspädagogischen Angebot des Freilichtmuseums Beuren

Mit der Aktion „Kühe machen Mühe – Milchwirtschaft zur Zeit der Urgroßeltern“ erweitert das Freilichtmuseum in Beuren ab der kommenden Saison sein museumspädagogisches Angebot. Durch die zahlreichen Ställe der Bauernhäuser auf dem Museumsgelände ist die Viehwirtschaft bereits allgegenwärtig. „Kühe machen Mühe“ lässt eintauchen in den Alltag einer Milchbauernfamilie. Die Aktion rund um das Thema Milchwirtschaft für Schulklassen und Freizeitgruppen kann ab sofort gebucht werden. „Kühe machen Mühe“ orientiert sich an den aktuellen Lehrplänen und passt daher besonders in den Unterricht der Fächer Sachkunde, Alltagskultur – Ernährung – Soziales (AES), Biologie, Geschichte und Ethik.

Kühe machen Mühe

Die museumspädagogische Aktion besteht aus praktischen und theoretischen Elementen. Am Anfang nähern sich die Teilnehmer/-innen durch ein Sortierspiel der Frage an, welche Rolle die Milch in unserer täglichen Ernährung spielt. Weiter geht es dann mit der Frage, von was sich Kühe hauptsächlich ernähren. Dann geht es ans Mähen mit der Sense, anschließend wird abgewogen, wieviel Heu eine Kuh für einen Liter Milch fressen muss. Nachdem die Gruppe dann einzelne historische Ställe im Museumsdorf und ihren Nutzen kennengelernt hat, dürfen sich die Teilnehmer/-innen selbst im Melken üben. An den museumseigenen Melkgestellen lernen die Kinder schnell, dass das Melken von Hand harte Arbeit war und viel Übung erforderte. Mit Leiterwägen werden Milchkännchen über das Museumsgelände transportiert und die Teilnehmer/-innen stellen zum Abschluss der Aktion ihre eigene Butter her.

Historischer Bezug und Brücke in die Gegenwart

Im 19. Jahrhundert war die Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Mehrheit der Bevölkerung. Eine wichtige Rolle nahm dabei auch die Viehwirtschaft ein. Kühe waren wertvolle Helfer und Nahrungsquelle im bäuerlichen Betrieb. Oftmals waren sie sogar die Existenzgrundlage ganzer Familien: Die Kühe wurden als Arbeitstiere gehalten, spendeten Wärme und lieferten Milch. Dabei wurde in der Regel so viel Milch produziert, wie zum Eigenverzehr gebraucht wurde. Nur was übrig war wurde verkauft. Mit der Industrialisierung hielt der technische Fortschritt Einzug in die Landwirtschaft und Milch wurde zum Konsumgut, welches in immer größerer Masse produziert wurde. Diese Entwicklung setzte sich fort bis in die Gegenwart.

Noch heute ist die Milchwirtschaft das zentrale Standbein vieler Bauernfamilien. Durch bäuerliche Proteste und politische Auseinandersetzungen um den Milchpreis rückt das Thema zudem immer wieder ins öffentliche Interesse. Die Aktion „Kühe machen Mühe“ bietet nicht nur einen sehr anschaulichen Einblick in die historische Milchwirtschaft vor 200 Jahren, sie wird auch immer wieder kritisch die Brücke in die Gegenwart zu schlagen und Bezüge zur aktuellen Entwicklung in der Landwirtschaft schlagen.

Beratung und Buchung

Die neue Aktion „Kühe machen Mühe“ wird gemeinsam mit den weiteren museumspädagogischen Angeboten für Gruppen ausführlich auf der Homepage des Freilichtmuseums vorgestellt.

Buchungsanfragen sind über die Homepage oder per E-Mail Info@freilichtmuseum-beuren.de möglich. Telefonische Beratung gibt es aktuell montags bis freitags zwischen 8 und 12 Uhr beim Besucherservice des Freilichtmuseums unter Telefon
07025 91190-90.

Kontakt und Öffnungszeiten
Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren ist in der Saison 2017 von 1. April bis 5. November dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Freilichtmuseum Beuren, Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur, Besucherservice, In den Herbstwiesen, 72660 Beuren, E-Mail: info@freilichtmuseum-beuren.de,
Infotelefon 07025 91190-90, Telefax 07025 91190-10,
Homepage: www.freilichtmuseum-beuren.de

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