20 Jahre inszenierte Wirklichkeit

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Die Geschichte des Freilichtmuseums Beuren

Die Landesregierung Baden-Württemberg fördert seit 1978 den Aufbau regionaler ländlicher Freilichtmuseen.
Für das Einzugsgebiet „Mittlerer Neckarraum“ bzw. „Schwäbische Alb“ wurde ein Museumsträger gesucht und so befasste sich der Landkreis Esslingen 1979 erstmals mit der Überlegung, ein Freilichtmuseum zu errichten.

Ein erstes Modell der Baugruppe Neckarland des Freilichtmuseums Beuren.

Ein erstes Modell der Baugruppe Neckarland des Freilichtmuseums Beuren.

In einer wissenschaftlichen Studie wurden 1980 die Chancen für die Realisierung eines derartigen Projektes im Landkreis Esslingen geprüft, mögliche Museumsstandorte wurden besichtigt. Gleichzeitig wurden zwischen 1980 und 1982 mehrere Gebäude im Auftrag der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg für das zukünftige Freilichtmuseum im Landkreis Esslingen abgebaut. Die angespannte Haushaltslage ließ das Projekt allerdings 1982 scheitern.

1985 nahmen die Gremien des Kreistages Esslingen die Planungen für ein regionales Freilichtmuseum wieder auf und entschieden sich für das Museumsprojekt. Die Gemeinde Beuren erhielt mit ihrem Gelände „Herbstwiesen“ den Zuschlag für den Standort.

Umfangreiche Vorarbeiten begannen: Erarbeitung einer Museumskonzeption, Grundstücksverhandlungen, Änderung des Flächennutzungsplanes, Aufstellung eines Bebauungsplanes, bauhistorische und volkskundliche Untersuchungen. Der erste Spatenstich fand am 10. Juni 1987 statt.

Die für 1993 geplante Eröffnung des Museums musste aufgrund der angespannten Haushaltslage des Landkreises Esslingen verschoben werden. Im Vorfeld der Eröffnung hatte die Bevölkerung jedoch schon Gelegenheit, sich bei Führungen und Tagen der offenen Tür über die Entwicklung des Freilichtmuseums zu informieren.

Am 12. Mai 1995 weihte der damalige Landrat des Landkreises Esslingen, Dr. Hans Peter Braun, gemeinsam mit der Ministerin für Familie, Frauen, Weiterbildung und Kunst Baden-Württemberg, Frau Brigitte Unger-Soyka, das nunmehr siebte regionale ländliche Freilichtmuseum in Baden-Württemberg ein.

Chronologie des Freilichtmuseums

Beschluss der Landesregierung Baden-Württemberg, den Aufbau verschiedener, regionaler Freilichtmuseen zu fördern. Die Überlegung, ein zentrales Landesfreilichtmuseum zu gründen, wird verworfen.

Eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des Landkreises Esslingen beschäftigt sich mit möglichen Museumsstandorten für das Einzugsgebiet Mittlerer Neckarraum und Schwäbische Alb.

Sechs Häuser sind zwischenzeitlich für das zukünftige Freilichtmuseum im Landkreis Esslingen abgetragen worden. Das Projekt wird vom Kreis Esslingen dann allerdings gestoppt.

Die Gemeinde Beuren bewirbt sich als Standortgemeinde für das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen und wird ausgewählt.

Landrat Hans Peter Braun lädt zum offiziellen Spatenstich am 10. Juni 1987 ein. Als Vertreter des Landes ist Prof. Helmut Engler, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, bei der Veranstaltung dabei.

Bürgermeister Erich Hartmann, Beuren, Minister Prof. Dr. Helmut Engler, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Regierungsvizepräsident Dr. Dieter Angst, Landrat Dr. Hans Peter  Braun, Landkreis Esslingen,1. Landesbeamter Helmut Höfer, Landkreis Esslingen (von links nach rechts)

Bürgermeister Erich Hartmann, Beuren, Minister Prof. Dr. Helmut Engler, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Regierungsvizepräsident Dr. Dieter Angst, Landrat Dr. Hans Peter Braun, Landkreis Esslingen,1. Landesbeamter Helmut Höfer, Landkreis Esslingen (von links nach rechts)

Insgesamt elf bauhistorisch und kulturgeschichtlich interessante Häuser aus dem Einzugsgebiet Mittlerer Neckar und Schwäbische Alb werden für das Freilichtmuseum abgebaut.

Erste (Baustellen-)Führungen werden angeboten. Die Sammlung wächst und die Gegenstände werden verzeichnet und inventarisiert.

Gründung des Förderverein Freilichtmuseum Beuren e.V. und Durchführung eines Tages der offenen Tür.

Einweihung des Freilichtmuseums Beuren – Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur – am 12. Mai 1995. Der erste Veranstaltungskalender erscheint.

Ministerin Brigitte Unger-Soyka, Ministerium für Familie, Frauen, Weiterbildung und Kunst Baden-Württemberg, Amtsleiter Günther Aspacher, Landrat Dr.Hans Peter Braun, Landkreis Esslingen, Jutta Hartmann, Bürgermeister Erich Hartmann, Beuren (von links nach rechts)

Ministerin Brigitte Unger-Soyka, Ministerium für Familie, Frauen, Weiterbildung und Kunst Baden-Württemberg, Amtsleiter Günther Aspacher, Landrat Dr.Hans Peter Braun, Landkreis Esslingen, Jutta Hartmann, Bürgermeister Erich Hartmann, Beuren (von links nach rechts)

Das erste Gebäude in der Baugruppe „Alb“, das Tagelöhnerhaus aus Weidenstetten, wird eingeweiht. Beginn der museumspädagogischen Arbeit mit Kindern.

Der Schafstall aus Schlaitdorf wird eingeweiht. Erstmals finden Schäfertage im Museumsdorf statt.

Im Tiefenbachtal, in unmittelbarer Nähe des Museumsdorfes, gibt die Bundeswehr ein Depotgelände auf: Sammlung und Verwaltung erhalten ein neues Domizil.

„Die Kunst bleibt im Dorf“ – die erste Kunstausstellung im Museumsdorf wird von Landrat Heinz Eininger eröffnet.

Das Rathaus aus Häslach und das Laichinger Weberhaus werden eingeweiht. Die Arbeitsgemeinschaft der sieben Freilichtmuseen realisiert das dezentrale Aussstellungsprojekt „Zöpfe ab und Hosen an. Die 1950er Jahre auf dem Land.“

Eines der letzten freistehenden Tageslichtateliers bekommt im Freilichtmuseum Beuren einen neue Heimat.

In einem neuen Kurzführer werden alle Häuser vorgestellt. Das Ausgedinghaus aus Aichelau wird eröffnet.

Das Freilichtmuseum feiert seinen 10. Geburtstag mit einer Jubiläumsnacht und der Sonderausstellung „Wir sind aus dem Häuschen“. Die Regio Stuttgart Marketing zeichnet das Freilichtmuseum als „Besondere Sehenswürdigkeit der Region“ aus.

Der Landkreis Esslingen erinnert im Rahmen einer Veranstaltung am 10. Juni 2007 an den offiziellen Spatenstich für das Projekt 20 Jahren zuvor.
Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen wird vom Arbeitskreis Heimatpflege beim Regierungspräsidium Stuttgart als vorbildliches Heimatmuseum ausgezeichnet.

Bei der Preisverleihung „Vorbildliches Heimatmuseum“ in der Beurener Kelter: Landrat Heinz Eininger, Museumsleiterin Steffi Cornelius, Regierungspräsident Dr. Udo Andriof, Hans Heinz , MdL und Vorsitzender des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (von links nach rechts).

Bei der Preisverleihung „Vorbildliches Heimatmuseum“ in der Beurener Kelter: Landrat Heinz Eininger, Museumsleiterin Steffi Cornelius, Regierungspräsident Dr. Udo Andriof, Hans Heinz , MdL und Vorsitzender des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (von links nach rechts).

In der Saison 2008 besucht der 1.000.000ste Gast das Freilichtmuseum Beuren.

Die Arbeitsgemeinschaft der regionalen ländlichen Freilichtmuseum präsentiert in den sieben Freilichtmuseen das dezentrale Ausstellungsprojekt „Dorf unterm Hakenkreuz“.

Das spätmittelalterliche Bauernhaus aus Pfronstetten-Aichelau wird im Freilichtmuseum Beuren eingeweiht.

Der Förderverein Freilichtmuseum Beuren begrüßt sein 500. Mitglied im Fanclub des Museums.

Im Mai beginnt der Wiederaufbau des Hauses aus Öschelbronn. Vorraussichtlich 2014/2015 soll das Haus als neues Eingangsgebäude vollständig aufgebaut sein.

Museumsträger
Landkreis Esslingen
Standortgemeinde
Gemeinde Beuren