»Erwartungsfroh harren wir der Dinge die da kommen«
Gemeinde Gäufelden
Kreis Böblingen
Das Gebäude wurde im Jahr 1990/91 für das Freilichtmuseum abgebaut und ist derzeit in einem Schuppen auf dem Museumsgelände eingelagert. Das Foto zeigt das Gebäude an seinem ursprünglichen Standort in Gäufelden-Öschelbronn (Landkreis Böblingen).
Das im Jahr 1799 erbaute zweigeschossige Doppelwohnhaus hat eine Grundfläche von rund 200 m². Das Erdgeschoss mit seinen Stallungen und Wirtschaftsräumen ist mit Natursteinen gemauert, das Obergeschoss mit den Wohnräumen besteht aus einer Fachwerkkonstruktion. Die Hauptfassade ist eindeutig die zum Hof gerichtete Traufseite mit dem großen Zwerchhaus. Auf die Horizontale ausgerichtete Proportionen und eine streng achsensymmetrische Gliederung in der Vertikalen lassen spätbarocke Gestaltungsansätze erkennen.
Details wie die reich profilierten Steingewände der Haustüren oder die kunstvoll geschmiedeten eisernen Oberlichtgitter ergeben einen repräsentativ-städtischen Charakter, den man auf dem Land nur selten findet. Der Bauherr Wern Rempp und seine Frau Anna Maria kamen aus gut situierten Verhältnissen und gehörten zur dörflichen Oberschicht in Öschelbronn. Später verarmte die Familie. Erst 1845 wurde der Besitz wieder in einer Hand vereinigt: in der der Familie Bühler, deren Nachfahren das Haus bis 1974 bewohnten.