Station 14

Schafstall aus Schlaitdorf470x310

»Die Schäfchen ins Trockene bringen«

Schafstall aus Schlaitdorf

Herkunft

Gemeinde Schlaitdorf
Kreis Esslingen

“Schäferlein sag’, wo willst Du weiden?”, fragt prosaisch ein altes Schäferlied. Eigentlich jede Nacht woanders, müsste die Antwort lauten. Denn die Wanderschäferei gilt als typische Form der süddeutschen Schafhaltung. Oft verpachtete oder versteigerte die Gemeindeverwaltung den “Pferch”: der Schäfer schlug auf einer bestimmten Wiese den Zaun als Nachtlager für die Herde auf, der Grundstücksbesitzer erhielt dafür eine nächtliche Düngung.

Schäferalltag hat wenig mit Romantik und Idylle zu tun. Die Schafhaltung war ein wichtiger Erwerbszweig. Vor allem im Winter werden die Schäfchen dann ins Trockene gebracht. Dazu braucht es einen ausreichend großen Stall. Der Schlaitdorfer Schafstall gehörte der Gemeinde. Die hatte bis 1904 sogar einen Gemeindeschäfer, der die Schafe der Schlaitdorfer betreute. Es waren wohl überwiegend Merinolandschafe, auch als “Württemberger” bezeichnet.

Schafstall aus Schlaitdorf-Lightbox Schafstall aus Schlaitdorf-Lightbox Schafstall aus Schlaitdorf-Lightbox Schafstall aus Schlaitdorf-Lightbox
 
Museumsträger
Landkreis Esslingen
Standortgemeinde
Gemeinde Beuren