Station 17

Weberhaus aus Laichingen470x310

»Weben und Überleben«

Weberhaus aus Laichingen

Herkunft

Stadt Laichingen
Alb-Donau-Kreis

Laichingen auf der Alb war vor 200 Jahren ein bedeutendes Leinenweberzentrum in Württemberg. Mehr als die Hälfte der Haushalte lebte von der Leinenweberei. Die Handwebstühle standen in den feuchten Kellern, den so genannten Dunken. Gut für das Leinen, weniger gut für die Menschen. Das Haus war 1677 als Bauernhaus mit Stube, Kammer, Küche und Stall erbaut worden. In der Blütezeit der Leinenweberei wurde es in zwei selbständige Einheiten geteilt und erhielt wenige Jahre später die Weberdunken.

Unter dem Stroh-Lehm-Dach, der typischen Dachdeckung der Alb, lebten und arbeiteten 1835 bzw. 1853 drei Familien auf 94 Quadratmetern. Ihre Heimarbeit übten sie mit unterschiedlichem Erfolg aus: Andreas Schmid war ein erfolgreicher Weber, der seine Waren selbst verkaufte. Magdalena Graser lebte mit ihren Töchtern und deren unehelich geborenen Kindern von der Armenunterstützung.

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Museumsträger
Landkreis Esslingen
Standortgemeinde
Gemeinde Beuren