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FREILICHTMUSEUM BEUREN - Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur
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| Das Bauernhaus aus Aichelau wurde am 25. April 2010 im Freilichtmuseum eingeweiht! Ein Bauernhaus zieht stückweise um 500 Jahre stand ein altes Bauernhaus in der Hayingerstraße 3 in Pfronstetten-Aichelau (Kreis Reutlingen). Mit dem Bauernhaus können die Museumsbesucherinnen und Besucher eine typische Bauform besichtigen, wie sie Jahrhunderte lang auf der Schwäbischen Alb üblich war. In dem gestelzten Eindachhaus befanden sich im Erdgeschoss die Wirtschaftsräume und im Obergeschoss der Wohnteil. Besonders interessant ist ebenso das gut erhaltene spätmittelalterliche Fachwerkgefüge.Damit das im Jahr 1509/11 erbaute kleinbäuerliche Haus möglichst originalgetreu seinen Platz im Museumsdorf einnehmen kann, waren besondere Abbautechniken erforderlich. Mit Bauaufnahmen, teilweise unter Einbeziehung eines neuartigen 3-D-Laser-Scanners, Schadenskartierung und restauratorische Untersuchung mitsamt Fotodokumentation wurde im Herbst 2004 begonnen. Fußbodenbretter waren auszubauen, die Dacheindeckung und die Dachkonstruktion in Einzelteilen abzunehmen und Wand- und Deckenteile für die so genannte Großteiltranslozierung vorzubereiten. Wand- und Deckenteile mit insgesamt schlechter Substanz wurden von der aufwändigen Großteiltranslozierung ausgenommen genauso wie Teile, bei denen auf Grund des Zustandes Schäden oder Unfälle nicht auszuschließen sind. Vom 25. bis 27. Oktober 2005 wurde das Bauernhaus in tonnenschweren Stücken, zum Teil über vier Meter hoch, auf Spezialtiefladern abtransportiert. Große Sensibilität war erforderlich, damit die Wand- und Deckenteile vom Fachwerkbalken über die Gefachausfüllung bis zur letzten Farbfassung wohlbehalten im Freilichtmuseum landen konnten. Zunächst werden die einzelnen Hausteile aber in eine Arbeitshalle nach Rot a.d. Rot (Kreis Biberach) transportiert, wo sie soweit als möglich restauriert wurden. Im August 2006 war nun der Gewölbekeller an der Reihe. Damit der ca. 3x7 Meter große Keller in einem Teil mitsamt dem darüber liegenden Pflasterbelag in einem Stück ins Freilichtmuseum Beuren versetzt werden konnte, waren umfangreiche Vorarbeiten erforderlich. Der Keller wurde innen und außen freigegraben, um die Kellerwände mit einem Betonfundament zu unterfangen. Dieses wurde mittels untergeschobener Stahlträger auf einen Stahlrost gestellt. Der Innenraum des Kellers musste ausgesteift werden, um einen möglichen Einsturz zu verhindern. Weitere Stahlträger wurden an den Bodenrost angeschaubt, um dadurch seitlich die Wände zu stabilisieren, und durch zusätzliche Queraussteifungen einen Stahlkäfig zu bilden, in dem dann das fast 100 Tonnen schwere Großteil transportiert werden konnte. Auf dem Museumsgelände wurde ein Fundament vorbereitet, auf das der Gewölbekeller aufgestellt werden konnte. Im November 2006 wurden die Wand- und Deckenteile dann im Museumsdorf auf vorbereitete Fundamente aufgesetzt und, im Baukastensystem das Bauernhaus wieder zusammengefügt. Finanzierung durch:
Bilder vom Abbau und Abtransport des Bauernhauses aus Aichelau im Oktober
2005. Das Gebäude stammt aus Aichelau
(Gemeinde Pfronstetten),
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Copyright: © 1999 Freilichtmuseum
Beuren |