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FREILICHTMUSEUM BEUREN - Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur
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Kalk ist eine der ältesten und wichtigsten Baustoffe: Man vermischt ihn mit Sand und Wasser zu Mörtel oder verwendet ihn beim Kalkmilchanstrich. In der Landwirtschaft und beim Gartenbau wird Kalk als Dünger eingesetzt. Doch bevor er verwendet werden kann, muss der Kalk gebrannt und gelöscht werden. Jahrhunderte lang tat man dies in Meileröfen. Im Freilichtmuseum Beuren wurde ein solcher Kalkofen nach einem Original rekonstruiert.
Kalkbrenntage im Freilichtmuseum Beuren Wenn im Freilichtmuseum Beuren Kalk gebrannt wird, ist der Bereich "Kalkofen" rund um die Uhr geöffnet. Vielfältige Eindrücke und Informationen, Vorführungen und Workshops rund um das "Kalkbrennen" und das "Kalklöschen" werden dann geboten. Bilder vom Kalkbrennen im Freilichtmuseum Beuren ...
Beim Kalkbrennen und -löschen wird dem Kalkstein (CaCO3) beim Brennen Wasser (H2O) und die Kohlensäure (CO2) entzogen, dann bleibt der "Branntkalk" oder "Stückkalk" übrig, der fast die Hälfte seines Gewichts verloren hat. Kommt dieser "Branntkalk" beim Löschen mit Wasser in Berührung, so nimmt er dieses gierig auf und zerfällt unter Hitzeentwicklung. Löscht man mit wenig Wasser (Duschen), zerfällt der "Branntkalk" zu Pulver; löscht man mit viel Wasser, so entsteht ein Kalkbrei, der Sumpfkalk (Ca(OH)2). Er wird unter einer dünnen Wasserschicht in Erdgruben aufbewahrt. Dort zerfällt er immer mehr und erreicht nach Jahren seine beste Qualität. Setzt man diesen gelöschten Kalk der Luft aus, so nimmt er das Kohlendioxid wieder auf, welches man ihm beim Brennen ausgetrieben hat. Er wird wieder zu dem, was er war: Kalkstein.
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Copyright: © 1999 Freilichtmuseum
Beuren |