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FREILICHTMUSEUM BEUREN - Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur
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Er dient im Museum als Wetterschutz für Weidevieh. Dieses Bauwerk steht für die älteste Art des Hausbaus, den Pfostenbau, dessen senkrechte Holzstämme in die Erde eingegraben bzw. eingerammt sind. Dadurch benötigt das Bauwerk keine Aussteifungen. Die Pfosten-Bauweise wurde im Mittelalter, bei einfachen Bauten bis ins 18. Jahrhundert angewendet. Weil die Pfosten in der Erde oft abfaulten, verlor die Bauweise ihre Bedeutung. Die Strohdeckung besteht aus Roggen-Langstroh und wird als "Schauben-Deckung" bezeichnet. Schauben sind Büschel von Stroh, die mittels Weidenruten, Strohstricken, später auch mit Bindedraht mit Hilfe von Holzstecken auf die Lattung aufgebunden wurden. Das Dach ist im Unterschied zu den Dächern der "Scheune
aus Gärtringen" und dem "Weberhaus
aus Laichingen kein Stroh-Lehm-Dach. Strohdächer waren im Mittelalter in
unserer Region die Regel und blieben teilweise bis ins 18./19. Jahrhundert in
Gebrauch. |
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Copyright: © 1999 Freilichtmuseum
Beuren |