Ein Parcours mit 18 Stationen erschließt das Gelände des Freilichtmuseums Beuren seit der Saison 2012 neu. Er lädt dazu ein, in der Landschaft zu „lesen“, dabei sowohl den Naturphänomenen Beachtung zu schenken als auch das Augenmerk auf die Resultate menschlichen Einwirkens zu lenken. Unsere Landschaft, so natürlich sie erscheinen mag, ist keine unberührte „Natur“. Sie ist eine historisch entstandene Kulturlandschaft und voller Spuren früherer Nutzung. Vor allem bäuerliche Bewirtschaftungsformen haben sie geprägt.
Werner Unseld, Kulturwissenschaftler und für die Bereiche Forschung und Vermittlung im Freilichtmuseum zuständig, stellt bei der Sonderführung die Themeninseln zur Natur und Kulturlandschaft vor. So bietet der neue Rundgang unter anderem Infos zur Rolle des Wassers auf der Alb, über ausgestorbene Tiere, über die Kategorien Ungeziefer und Unkraut, zum System der Dreifelderwirtschaft, zum „Schwabenkorn“, zur Geschichte des Streuobstbaus und viel Wissenswertes zu Acker, Wiese, Weide und Wald.
Der Themenpfad konnte mit Mitteln der Baden-Württemberg Stiftung, die im Rahmen der Einrichtung der Infozentren im UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbische Alb bereitgestellt wurden, finanziert werden.