12. MARKT DER ARCHE DES GESCHMACKS

»Essen, was man retten will« Alblinsen, Filderkraut, Schwarzer Brei und andere regionale Spezialitäten

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Um Albschnecken, Schwäbischer Dickkopfweizen, Ermstäler Knorpelkirsche, Stuttgarter Geißhirtle, Schwarze Birne, Filder-Spitzkraut, Alblinse, Höri Bülle, Fränkische Grünkern, Jakob Fischer Apfel, Luikenapfel, Augsburger Huhn, Bamberger Hörnla und Musmehl dreht sich das Marktgeschehen bei der „Arche des Geschmacks“ am Sonntag, den 24. September im Freilichtmuseum Beuren. Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren lädt zusammen mit der Stuttgarter Regionalgruppe von Slow Food Deutschland zum „Markt der Arche des Geschmacks“ ein. Vorgestellt und verkauft werden von 11 bis 17 Uhr im Museumsdorf heute selten gewordene Lebensmittel und vom Aussterben bedrohte Pflanzen nach dem Motto „Essen, was man retten will“.

Die Marktbeschicker stammen aus der Region sowie von der Schwäbischen Alb, vom Bodensee und aus dem Odenwald. An den Marktständen gibt es allerlei überraschende kulinarische Kostproben und in einer Bauernhausküche wird aus Musmehl „Schwarzer Brei“ gekocht, der auch zu den Archepassagieren gehört. Außerdem gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm und eine Sonderausstellung zum Archepassagier „Schwäbischer Dickkopfweizen“.

Marktgeschehen im Museumsdorf

An den über das Museumsgelände verteilten Marktständen können sich Museumsgäste über Archepassagiere aus der Region, so die Albschnecken, den Schwäbischen Dickkopfweizen, die Ermstäler Knorpelkirsche, die Birnensorten Stuttgarter Geißhirtle und Schwarze Birne, das Filder-Spitzkraut und die Alblinse informieren und Produkte kaufen. Ebenfalls anzutreffen sind darüber hinaus die Höri Bülle, Zwiebel vom Bodensee, der Fränkische Grünkern oder der Jakob Fischer Apfel aus Oberschwaben. Das Augsburger Huhn, eine vom Aussterben bedrohte Hühnerrasse und Passagier der Arche des Geschmacks, kann im Hühnergarten des Museums bestaunt werden. Die Albschnecken können im Schneckengarten im Museum besichtigt werden. Neu ist dieses Jahr auch ein Verkaufsstand mit Kartoffeln des Freilichtmuseums. Frisch vom Museumsacker geerntet können die Besucher hier zwischen den alten Kartoffelsorten Bamberger Hörnchen (Archepassagier), Rosa Tannenzapfen oder Sieglinde wählen. Ein Infostand der Stuttgarter Regionalgruppe von Slow Food darf nicht fehlen, an dem über die Archepassagiere und die Arbeit von Slow Food Deutschland berichtet wird.

Interessante Begleitveranstaltungen

Näheres zu einzelnen „Passagieren der Arche des Geschmacks“ können die Besucher im Begleitprogramm erfahren. Um 13 Uhr stellt Rita Goller die Weinbergschnecken im Schneckengarten vor. August Kottmann, Pomologe und Spezialist für Streuobst sowie Brenner, stellt in seinem Vortrag um 14 Uhr im Hopfensaal des Hauses aus Öschelbronn die Möglichkeiten zur „Wertschöpfung der Streuobstwiese“ vor. Eine neue Sonderausstellung im Freilichtmuseum Beuren widmet sich einem einzelnen„Passagiere der Arche des Geschmacks“ und dessen Rettung – dem Schwäbischen Dickkopflandweizen. Zu sehen ist die Sonderausstellung „Die Dickkopfweizenstory oder wie man eine alte Sorte rettet“ im Eingangsbereich des Museums, im Bauernschloss aus Öschelbronn. Wissenswertes über alte Getreidesorten vermitteln um 15 Uhr Prof. Dr. Jan Sneyd (ehemals Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen) und Daniela Sumczynski (Universität Zlin, Tschechische Republik). In einem zweiten Vortrag um 15:30 Uhr stellt August Kottmann den seit 2017 neuen „Passagiere der Arche des Geschmacks“, den Luikenapfel, vor. Neben den Marktständen bietet die Museumsgastronomie „Landhaus Engelberg“ passend zum Archemarkt Gerichte aus Produkten der Arche des Geschmacks an.

Der Arche-Markt in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Stuttgart von Slow Food findet zum zwölften Mal im Freilichtmuseum Beuren statt. Das ausführliche Programm der Veranstaltung ist auf der Homepage des Freilichtmuseums unter www.freilichtmuseum-beuren.de zu finden.

Ausweichparkplatz und kostenloser Pendelbus

Da die Parkplätze am Freilichtmuseum begrenzt sind, richtet der Museumsträger, der Landkreis Esslingen, am Sonntag, dem 24. September, einen kostenlosen Ausweichparkplatz mit Buspendeldienst zum Freilichtmuseum ein. Der Ausweichparkplatz befindet sich im Tiefenbachtal (ehemaliges Bundeswehrdepot) zwischen Nürtingen und Owen bzw. Beuren (K 1243).
ACHTUNG: Die K1243 durch das Tiefenbachtal ist wegen Belagsarbeiten am Veranstaltungstag gesperrt. Eine überörtliche Umleitung ist eingerichtet, die Zufahrt zum Ausweichparkplatz ist nur über die L 1210 Owen – Beuren möglich.

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