Sonderausstellung

Ausstellung

»Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg«

Jüdinnen und Juden haben in der Region um das Freilichtmuseum Beuren vielfältige Spuren hinterlassen. Die Sonderausstellung widmet sich ihrem Leben und Wirken in württembergischen Dörfern und stellt dabei Bezüge her zu jüdischen Orten und Personen, die im Einzugsgebiet des Freilichtmuseums liegen und gelebt haben. Anknüpfungspunkte in der Region ergeben sich aus historischer Sicht vor allem zu den so genannten »Judendörfern«: Baisingen im Landkreis Tübingen, Jebenhausen bei Göppingen, Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb, Dörfer mit einem ehemals hohen jüdischen Bevölkerungsanteil.

Ausstellungsstationen im Außenbereich
Schon auf dem Museumsvorplatz wird Neugierde auf das spannende Thema »Ausgrenzung und Integration auf dem Land« geweckt. Das Schwerpunktthema »Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg« wird im Freilichtmuseum in Beuren mittels Außenstationen im Museumsgelände sowie in der Scheuer aus Gärtringen vermittelt. Die Themen der dezentralen Stationen knüpfen inhaltlich an ausgewählte Gebäude an. Die markant gestalteten Ausstellungsstationen im Außenbereich laden dazu sich diesem spannenden Thema zuzuwenden.

Blick auf die Wanderausstellung des Gemeinschaftsprojekt »anders.anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land» der sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg.
Die Themen werden im Rahmen von Installationen mit umfangreichem Bildmaterial bzw. Inszenierungen dargestellt und sind im Neckarland-Dorf und Alb-Dorf zu sehen.
Ein Blick in den Ausstellungsraum Gärtringer Scheune, in der Mitte die Laubhütte aus Baisingen.
Blick in eine Vitrine: Kippa, Menora und Gebetbücher im Themenbereich »Jüdische Religiosität«.
Blick in die Küche des Hauses mit Schreinerei aus Ohmenhausen: Erklärt werden die religiösen Gebote »koscheren« Essens und dessen Zubereitung.
Führung der Kuratorinnen bei der Ausstellungseröffnung.
Zur Ausstellungseröffnung spricht Landrat Heinz Eininger im Hopfensaal.
Die neue Sonderausstellung stößt bei den Besucherinnen und Besuchern auf reges Interesse.
Mitmachstationen bieten einen vielfältigen Zugang zum Thema an. Hier kann das Dreidel-Spiel, welches an Chanukka gespielt wird, ausprobiert werden.

Es wurden Plätze im Museumsdorf geschaffen, die dazu einladen sich mit unterschiedlichen Aspekten jüdischen Lebens im ländlichen Württemberg früher und heute zu befassen. Die Themen werden im Rahmen von Installationen mit umfangreichem Bildmaterial bzw. Inszenierungen dargestellt und sind im Neckarland-Dorf und Alb-Dorf zu sehen. Interaktive Elemente, leichte Texte und ein Gewinnspiel bieten für alle Besucherinnen und Besucher unterschiedliche Zugänge. Kippot, Tefillin und das Dreidelspiel können ausprobiert, hebräische Schriftzeichen geübt oder eine kleine Torarolle gebastelt werden. Interessierte werden auch im Buchangebot des Museums fündig. Musik, Vorträge und Führungen bereichern das Programm.

Gemeinschaftsprojekt der sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg

Die Ausstellung und das Begleitprogramm werden im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes »anders. anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land« der sieben Freilichtmuseen von der Baden-Württemberg Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

Zum Gemeinschaftsprojekt ist ein Begleitband erschienen, der im Freilichtmuseum in Beuren erworben werden kann. Der Aufsatz »Ausgrenzung, Akzeptanz, Vernichtung – Württembergisches Landjudentum« von Prof. Dr. Wilfried Setzler, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Beiträge zur südwestdeutschen Landeskunde, ist darin enthalten.

WANN & WO

12. Juni bis 4. November 2018
Dezentrale Stationen im Museum

Veranstaltungen zur Sonderausstellung

September

SO
30.09.
11:00 Uhr

JÜDISCHES LEBEN

»Wilhelm Weißburger - ein Bissinger Schicksal«

Vortrag mit Gabi Goebel, Bissingen/Teck

Oktober

SO
14.10.
11:00 Uhr

JÜDISCHES LEBEN

»Oifach nemme kommå« – Vom Verschwinden der Viehjuden im Remstal und im Neckartal

Vortrag mit Ebbe Kögel, Stetten im Remstal

November

Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg 990x495
SO
04.11.
14:00 Uhr

JÜDISCHES LEBEN

Juden und Sinti - Minderheiten als Akteure im ländlichen und kleinstädtischen Raum

Vortrag mit Manuel Werner, Nürtingen