Ausstellung in der Scheuer aus Beuren

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Kulturgut „Streuobst“ im Freilichtmuseum

Wann & Wo

Seit 29. März 2015
Scheuer aus Beuren

Seit der Saison 2015 können sich BesucherInnen im Freilichtmuseum Beuren noch intensiver mit dem Thema „Streuobst“ beschäftigen. Das Museum, das inmitten eines prächtigen Bestandes an Obstbäumen angesiedelt ist, vertieft seinen Schwerpunkt zum Thema „Obstbau“ mit einer kleinen Ausstellung in der aus Beuren selbst stammenden Scheuer aus dem Jahr 1449, der „Schlegelscheuer“.

Seit Eröffnung des Museumsdorfes 1995 können die BesucherInnen die Blütenpracht im Frühjahr und die reiche Ernte des Obstes im Herbst hautnah erleben. Kurse zur Pflege der Bäume, Wissenswertes zu den Obstbäumen, die auf dem Gelände mit Texttafeln versehen sind, sowie eines der größten Museumsfeste – das „Moschtfescht“ im Oktober – zeugen von der großen Bedeutung. Im jährlichen Wechsel präsentieren die Obst- und Gartenbauvereine Esslingen und Nürtingen eine Sonderschau mit Obstsorten aus dem Schwäbischen Streuobstparadies.

In der Schlegelscheuer werden nun, wie es einem Museum geziemt, Gegenstände, so genannte „Exponate“ aus der Sammlung präsentiert, die im weitesten Sinne mit dem Thema verbunden sind. Obstmühlen und Obstpressen, Holz- und Maischezuber, verschiedene Krüge und Fässer stehen für die Verarbeitung der Früchte und die Herstellung von „Moscht“, dem schwäbischen Nationalgetränk. Vor der Verarbeitung von Äpfeln und Birnen steht jedoch die mühsame Arbeit der Baumpflege, die mit Leitern, Baumstützen, Rebscheren und den im benachbarten Metzingen von der Firma „Holder“ entwickelten Schädlingsbekämpfungsspritzen verdeutlicht wird. Nicht zu vergessen eine Vogelscheuche, die mindesten schon 80 Jahre „auf dem Buckel“ hat. Die Freuden der Ernte zeigen sich dagegen wieder in Utensilien einer Schnapsbrennerei, die zur Herstellung von „Hochprozentigem“ Verwendung fanden. Historische Bücher und Broschüren zum Thema, ebenfalls aus der Museumssammlung, sowie nützliche Haushaltgegenstände ergänzen das Gezeigte.