JÜDISCHES LEBEN

Ausstellung

Juden und Sinti - Minderheiten als Akteure im ländlichen und kleinstädtischen Raum

SO 04.11.2018
14:00 Uhr

Der Vortrag in der Reihe “Jüdisches Leben” zur Ausstellung im Freilichtmuseum Beuren beleuchtet die Minderheiten der Juden und Sinti in der Region. Der Vortrag ist im Museumseintritt inbegriffen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ob die Bandweberei der Familie Marx in Neuffen oder Geigenmacher, Musiker und Marionettenspieler mancher Sintifamilien, ob Viehhändler oder Hausierhandel – Minderheiten taten sich hierzulande in manchen Gewerben hervor. Die 20er und 30er-Jahre, die Zerschlagung dieser Gewerbe und die Ausgrenzung und Verfolgung beider Minderheiten aus rassistischen Motiven im Zuge von Konzentrierung und Völkermord wie auch die Situation in den Jahrzehnten nach dem nationalsozialistischen Deutschland steht im Fokus dieses Vortrags.

Manuel Werner, Jahrgang 1958, engagiert sich seit Jahrzehnten in der Gedenkkultur mit Schwerpunkt auf jüdische NS-Opfer wie auch auf Opfer und Leidtragende des NS-Völkermords an Sinti und Roma. 2015 erhielt er den Diakonie-Journalisten-Sonderpreis “Flucht und Migration” für einen Artikel über einen bettelnden Roma in der Straßenzeitung Trott-war.
In den letzten drei Jahren arbeitete er innerhalb einer Gruppe engagierter Nürtingerinnen und Nürtinger an der Aktion „Denk Ort“. Damit wird an Männer, Frauen und Kinder aus Nürtingen und Umgebung erinnert, die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus ermordet wurden.