ERLEBNISFÜHRUNG

Gartensaal aus Geilsingen an der Steige

Betreten der Baustelle erlaubt: Der Gartensaal aus Geislingen an der Steige

MI 15.05.19
15:00 Uhr

Derzeit läuft der Wiederaufbau des 25. Originalgebäudes, dem Gartensaal aus Geislingen an der Steige, im Freilichtmuseum in Beuren auf Hochtouren. Unter dem Motto „Betreten der Baustelle erlaubt“ laden Museumsleiterin Steffi Cornelius und Architekt Carl-Heinz Mosch am Mittwoch, den 15. Mai, um 15 Uhr zu einer Besichtigung ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist im Museumseintritt inbegriffen.

Es gibt Einblicke in die Bauarbeiten und Restaurierung sowie die Geschichte und Wiederaufbaukonzeption. Die im Jahr 1893 von Johannes Hafner erbaute Gartenwirtschaft in den Baumwiesen oberhalb von Geislingen an der Steige, mit direkten Blick auf die traditionsreiche Württembergische Metallwarenfabrik, kurz WMF, war damals ein gesellschaftliches Ereignis in der Fünf-Täler-Stadt. Schnell wurde die Sommerwirtschaft zu einem beliebten Ausflugslokal. Schon 1911 eröffnete die Hafners auf dem gleichen Grundstück das Höhenrestaurant „Wilhelmshöhe“, das der regional bekannte Geislinger Architekt Immanuel Hohlbauch plante. Im Jahr 1937 wurde der Gartensaal mit Biergarten, der nur im Sommer bewirtschaftet war, unter Verwendung des Ursprungsbaus von 120 auf 240 Quadratmeter vergrößert. Moderne sanitäre Anlagen wurden zusätzlich angebaut, Anfang der 1950er-jahre kam noch ein Foyer dazu. Diese Bauphasen lassen sich sehr gut am Gebäude ablesen.

Der Gartensaal wurde Ende 2017 abgebaut, um mit seiner wechselvollen Geschichte Einblicke in die schwäbische Gaststättenkultur zu geben und gleichzeitig darin das geplanten Erlebnis- und Genusszentrum für regionale Kulturpflanzen mit Tradition einzurichten. Im September ist die Einweihung des Geislinger Gartensaals mit einer Eröffnungswoche im Museumsdorf in Beuren geplant.