THEMENTAG

»Essen, was man retten will« Alblinsen, Filderkraut, Schwarzer Brei und andere regionale Spezialitäten

SO 23.09.2018
11:00 - 17:00 Uhr

Wer alte Obst-, Gemüse- oder Getreidesorten wiederentdecken will, ist am Sonntag, dem 23. September, beim Markt der „Arche des Geschmacks“ veranstaltet im Freilichtmuseum Beuren in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Regionalgruppe von Slow Food Deutschland richtig. Die Liste der Raritäten und Passagiere der Slow Food Arche des Geschmacks kann sich sehen lassen: Alblinse, Albschnecken, Augsburger Huhn, Ermstäler Knorpelkirsche, Filder-Spitzkraut, Fränkische Grünkern, Höri Bülle, Jakob Fischer Apfel, Luikenapfel, Musmehl, Palmisch Birne, Schwäbischer Dickkopfweizen, Schwarze Birne, Stuttgarter Geißhirtle, Stuttgarter Leberkäs und Weißlacker Käse spielen die Hauptrolle beim Marktgeschehen. Vorgestellt und verkauft werden von 11 bis 17 Uhr im Museumsdorf selten gewordene Lebensmittel und vom Aussterben bedrohte Pflanzen nach dem Motto „Essen, was man retten will“.

Das Augsburger Huhn, eine vom Aussterben bedrohte Hühnerrasse und Passagier der Arche des Geschmacks, kann im Hühnergarten des Museums bestaunt werden. Die Albschnecken können im Schneckengarten im Museum besichtigt werden. Nach dem Erfolg im letzten Jahr wird wieder ein Verkaufsstand mit Produkten von den Streuobstwiesen, Gärten und Äckern des Freilichtmuseums angeboten. Ein Infostand der Stuttgarter Regionalgruppe von Slow Food darf nicht fehlen, an dem über die Archepassagiere und die Arbeit von Slow Food Deutschland berichtet wird.

Die Marktbeschicker stammen aus der Region sowie von der Schwäbischen Alb, vom Bodensee und aus dem Odenwald. An den Marktständen gibt es allerlei überraschende kulinarische Kostproben und in einer Bauernhausküche wird aus Musmehl „Schwarzer Brei“ gekocht, der auch zu den Archepassagieren gehört. Außerdem gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm.

Ein Archepassagier: Schwarzer Brei

Um 13 Uhr wird Rita Goller die Weinbergschnecken im Schneckengarten vorstellen. Ein Vortrag in besonderer Atmosphäre, direkt zwischen den Obstbäumen, hält August Kottmann, Pomologe und Spezialist für Streuobst sowie Brenner, um 14 Uhr zum Thema „Besondere Wertschöpfung aus alten Streuobstsorten – Brennerei, Saft und Küche“. Eine Sonderausstellung im Freilichtmuseum Beuren widmet sich einem einzelnen „Passagiere der Arche des Geschmacks“ und dessen Rettung – dem Schwäbischen Dickkopflandweizen. Zu sehen ist die Sonderausstellung „Die Dickkopfweizenstory oder wie man eine alte Sorte rettet“ im Eingangsbereich des Museums, im Bauernschloss aus Öschelbronn. Wissenswertes über alte Getreidesorten vermitteln um 15 Uhr Prof. Dr. Jan Sneyd (ehemals Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen). Ein Highlight an diesem Tag ist um 16 Uhr die Pflanzung eines neuen Passagiers der Arche des Geschmacks im Freilichtmuseum: ein Baum der Ermstäler Knorpelkirsche. Informationen zur Pflanzung und Spannendes rund um die Knorpelkirsche wird Roland Lieb, Vorsitzender des Obst- und Gartenbau-Vereins Dettingen e.V. begleitend berichten. Neben den Marktständen bietet die Museumsgastronomie „Landhaus Engelberg“ passend zum Archemarkt Gerichte aus Produkten der Arche des Geschmacks an.

Der Arche-Markt in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Stuttgart von Slow Food findet zum dreizehnten Mal im Freilichtmuseum Beuren statt.

Ausweichparkplatz und kostenloser Pendelbus
Da die Parkplätze am Freilichtmuseum begrenzt sind, richtet der Museumsträger, der Landkreis Esslingen, am Sonntag, dem 23. September, einen kostenlosen Ausweichparkplatz mit Buspendeldienst zum Freilichtmuseum ein. Der Ausweichparkplatz befindet sich im Tiefenbachtal (ehemaliges Bundeswehrdepot) zwischen Nürtingen und Owen bzw. Beuren (K 1243).