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Backtag Kuchenbleche

Essen aus aller Welt

SO 28.08.
14:00 Uhr

Bei einem Rundgang durch die Hausgärten des Freilichtmuseums Beuren erzählt die Nürtinger Autorin Felicitas Wehnert am Sonntag, den 28. August, wie pflanzliche und tierische Einwanderer in den letzten Jahrhunderten Gärten und Essgewohnheiten im Südwesten bereicherten.

Unter dem Titel „Essen aus aller Welt. Kulinarische Einwanderer im Garten und auf dem Tisch“ startet die Führung um 14 Uhr, die anlässlich des Themenjahrs Ernährung stattfindet. Im Erlebnis.Genuss.Zentrum werden zum Abschluss Geschichten der italienischen „Gelatieri“ vorgestellt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Von Kirschen bis Kartoffeln

Die Römer brachten alles in den Südwesten mit, was zu Hause zum kulinarischen Lebensstandard gehörte: Pfirsiche und Kirschen etwa, Rote Beete und Sellerie, selbst die Petersilie war in der Alltagsküche bis in die frühe Neuzeit nördlich der Alpen noch unbekannt. Viele der Pflanzen wurden anfangs nur in den Heilkräutergärten der Klöster kultiviert. Ab dem 16. Jahrhundert führten die Botaniker, die auf den Schiffen mit den Entdeckern mitfuhren unbekannte Gemüsepflanzen aus Südamerika ein: beispielsweise Kartoffeln, Bohnen und Tomate. Rezepte zu ihrer Verwendung kamen mit den italienischen und spanischen sogenannten „Gastarbeitern“ seit den 1950ern nach Süddeutschland.

Von Paprika bis Pizza

Die Ankunft der Flüchtlinge nach den beiden Weltkriegen und sich einlebende Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten steuerten immer neue Pflanzen und Gerichte bei: Paprika und Knoblauch, Pizza und Pasta, Königsberger Klopse und Schaschlik-Spieße. Neue Konservierungstechniken, Kühlmöglichkeiten und Transportwege erweiterten nach dem Zweiten Weltkrieg unser Nahrungsmittelangebot stetig.

Blechkuchen belegt mit Schinken und Kräutern