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Vom Mangel zum Überfluss – Wie die Modernisierung der Landwirtschaft das Essen verändert

SO 30.08.
14:00 Uhr

Vom Mangel zum Überfluss – Wie die Modernisierung der Landwirtschaft das Essen verändert

Noch um 1800 braucht es vier Bauern, um einen Menschen in der Stadt zu ernähren. Heute versorgt ein Bauer statistisch gesehen 139 Menschen. Im 19. Jahrhundert ist der Beruf des Bauers ein Knochenjob mit ungewissem Ausgang: harter körperlicher Einsatz, Wetterabhängigkeit, schwankende Ernten. Ein ferner Vulkanausbruch verursacht Hungersnöte. Der Einsatz von Kunstdünger und eine gezielte Agrarpolitik mit Streuobstwiesen, ergiebigeren Tierrassen und Obst- und Gemüsesorten sollen die Ernährungslage verbessern – mit Erfolg. Doch mit der Industrialisierung der Landwirtschaft geht mit der Zeit auch ein Rückgang der Sortenvielfalt einher. Dieser Wandel prägt auch das Gesicht der Landschaft von den kleinteiligen, heckengesäumten Wiesen und Äckern hin zu großen maschinengerechten Flächen.

Bei einem kurzweiligen Rundgang über Wiesen und Äcker erläutert die Kulturwissenschaftlerin Felicitas Wehnert, wie die Modernisierung der Landwirtschaft unsere Ernährung verändert hat und gleichzeitig die Landschaft bis heute formt.

Treffpunkt: Öschelbronner Platz
Zielgruppe: Erwachsene
Dauer: ca. 60 Minuten